Zum ersten Mal beim Lauftreff: Was dich erwartet (und warum niemand zu langsam ist)

Zu langsam? Peinlich? Diese Sorgen halten die meisten vom ersten Lauftreff ab – dabei ist er genau so gebaut, dass niemand zurückbleibt. Was dich erwartet.

Daniel Gruber · 10. Juli 2026 · 4 Min. Lesezeit

Du hast dich angemeldet – oder spielst zumindest mit dem Gedanken. Und jetzt kommt die Nervosität: Bin ich zu langsam? Blamiere ich mich vor lauter durchtrainierten Läufern? Fast jeder, der zum ersten Mal zu einer Laufgruppe geht, kennt dieses Gefühl. Die gute Nachricht: Ein Lauftreff ist genau so aufgebaut, dass du nicht abgehängt werden kannst. Hier kommt, was dich Schritt für Schritt erwartet.

„Bin ich zu langsam?" – die kurze Antwort: nein

Das ist die Sorge Nummer eins, also zuerst das Wichtigste: In einem guten Einsteiger-Lauftreff gibt der oder die Langsamste das Tempo vor – gelaufen wird so, dass man sich nebenbei noch unterhalten kann (runtasia). Niemand ist schneller als der Betreuer, und auf die Letzten wird gewartet (runtasia). Ein guter Lauftreff lässt langsamere Läufer nicht zurück; die Schnelleren hängen eher eine Extraschleife dran (Wunderweib).

Damit das funktioniert, gibt es an einem Trainingstag meist mehrere Tempogruppen – für Neulinge, Fortgeschrittene und Ambitionierte (RunnersWorld). Du stellst dich einfach in die langsamste Gruppe. Und falls dir selbst die zu schnell ist, sag früh dem Betreuer Bescheid – er passt das Tempo an, damit du mitkommst (RunnersWorld). Unter Läufern gilt ohnehin der alte Satz: Es gibt kein zu langsam, nur zu schnell.

So läuft deine erste Stunde ab

Ein Lauftreff folgt fast überall dem gleichen einfachen Muster:

Das ist ein typischer Ablauf, kein starrer Fahrplan – jede Gruppe hat ihre eigenen kleinen Rituale.

Kostet das etwas? Muss ich mich anmelden?

In aller Regel nicht. Ein Lauftreff ist ein lockerer Zusammenschluss von Freizeitläufern – ohne Mitgliedschaft, ohne Anmeldung, kostenlos (Wikipedia). Du kannst normalerweise einfach hingehen und mitlaufen, ganz ohne Vereinsmitgliedschaft (RunnersWorld). Beim Deutschen Leichtathletik-Verband sind mehrere Tausend solcher Treffs gemeldet – über 3.600 allein an Lauf-, Walking- und Nordic-Walking-Treffs (DLV). Die einzige Ausnahme: Manche geführten Anfängerkurse oder Kassen-Angebote kosten etwas oder wollen eine Anmeldung – das steht dann aber dabei.

So machst du garantiert nichts falsch

Viel kann man nicht falsch machen, aber ein paar ungeschriebene Regeln machen den Einstieg leichter:

Was du anziehst und mitnimmst

Kompliziert wird es nicht. Zieh etwas Atmungsaktives an, das zum Wetter passt – als Faustregel gilt „gefühlte Temperatur plus zehn Grad", und dass dir die ersten zehn Minuten leicht kühl ist, ist völlig normal (Laufszene NRW). Das wichtigste Ausrüstungsstück sind passende Laufschuhe – dafür lohnt sich etwas Zeit (bevegt). Für längere oder heiße Läufe nimm Wasser mit, und leg dir für danach etwas Trockenes zum Wechseln bereit, damit du nicht auskühlst (bevegt).

Der schwerste Schritt ist der zur Tür

Jeder in dieser Gruppe war irgendwann zum ersten Mal da – und die meisten erinnern sich noch genau an ihre eigene Nervosität. Genau deshalb wird bei einem guten Lauftreff niemand zurückgelassen. Wenn du eine Gruppe in deiner Nähe suchst, findest du sie in der Übersicht oder direkt für Köln und Düsseldorf. Der Rest zeigt sich beim Laufen.